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Arbeiten Sie zu viel?

Viele meiner Coachingklienten haben das Gefühl, dass sie zu viel arbeiten. Stress, Hektik und Leistungsdruck bestimmen ihren Alltag. Viele von Ihnen leiden unter (mindestens) einem Stresssymptom: Magenprobleme, Kreuzschmerzen, zu viel Rauchen, Essen, Trinken, Tabletten schlucken, Übergewicht, Hautprobleme, Kopfweh… Manche stehen auch kurz vor einem Burnout.  Jeder würde deshalb gerne weniger arbeiten. Viele sagen das bereits seit Jahren – aber sie tun es nicht. Sie arbeiten immer noch nicht weniger. Warum? Weil die meisten von ihnen überhaupt nicht wissen, wie viel „weniger“ sie wirklich wollen.  Oder weil sie glauben, das sie nicht weniger arbeiten „dürfen“.

Der persönliche Glückspunkt

Das heißt, sie wissen nicht, wo im Sektor Arbeit ihr innerer Glückspunkt liegt. Ja, auch Arbeit kann einen glücklich machen. Ganz deutlich erkenne ich dieses Fehlen des Zielpunktes an Äußerungen wie: „Wenn ich weniger arbeiten würde – was fange ich denn mit der vielen Freizeit an?“ ; „Ausruhen kann ich mich auch später.“ ; „Ich kann es mir nicht leisten, weniger zu arbeiten“. Das bedeutet, es ist überhaupt nichts da, mit dem die Waage wieder ins Gleichgewicht kommt, wenn auf der einen Waagschale etwas weggenommen wird: Auf der anderen Waagschale ist nämlich nichts. Eines der deutlichsten Zeichen dafür, dass offensichtlich etwas im Ungleichgewicht ist. Der Ausgleich fehlt!

Wer das Gefühl hat, zu viel zu arbeiten, sollte zuerst einmal herausfinden: Was bedeutet zu viel? Was wäre denn die richtige Menge Arbeit? Wenn Sie diese Frage zu beantworten versuchen, werden Sie schnell feststellen, dass Sie nicht wissen, womit Sie Ihre Arbeit messen sollen. In Stunden offensichtlich nicht. Denn kein Mensch weiß, ob er seinen inneren Glückspunkt bei vier, sechs, acht oder 20 Stunden erreicht. Warum nicht? Weil man nicht wegen der Stunden arbeitet, sondern wegen etwas anderem. Und genau von diesem Anderem müssen wir genug bekommen, wenn es sich lohnen soll, zu arbeiten. Und nun der Clou: Die meisten von uns wissen nicht (mehr), was dieses Andere ist.

Wir arbeiten oft zu viel, weil wir nicht wissen, was wir von unserer Arbeit erwarten – außer Geld natürlich. Wir arbeiten rein gefühlsmäßig mehr als nötig – nötig wofür? Dieses Wofür sollten wir zuerst herausfinden. Dann können wir auch sagen, wie viel wir arbeiten sollten, um dieses Wofür zu erreichen.

Hier eine kleine Liste, die hilfreich dabei sein kann herauszufinden Wofür Sie zukünftig arbeiten möchten.

Wofür möchte ich zukünftig arbeiten?

Meine Arbeit sollte mir bieten oder ermöglichen:

  • wirtschaftliche Sicherheit
  • einen sicheren Arbeitsplatz
  • Erfolgserlebnisse
  • Status, Position, Prestige, Macht, Einfluss, Ansehen
  • interessante Leute kennen lernen
  • Austausch unter Gleichgesinnten
  • mit kompetenten Leuten zusammenarbeiten
  • Ich möchte einfach nur in Ruhe meine Arbeit machen.
  • Ich möchte meine Arbeit so gewissenhaft machen, wie ich mir das vorstelle.
  • einen bestimmten Lebensstil ermöglichen
  • an technischen Neuerungen mitarbeiten
  • Gelegenheit zur Selbstverwirklichung
  • Meine Arbeit soll mit meinen Werten übereinstimmen.
  • Spaß
  • Anerkennung von Vorgesetzten, Kunden, Mitarbeitern, der Gesellschaft, dem Freundeskreis
  • Meine Arbeit soll Sinn machen.
  • Meine Arbeit soll mir Gelegenheit geben, mich für Menschen und Gesellschaft nützlich zu machen.
  • Durch meine Arbeit soll die Welt ein bisschen besser werden.
  • genügend Zeit für meine Familie
  • Karriere
  • Ich möchte meine Ideen einbringen können.

Was ist Ihnen außerdem besonders wichtig? _______________________________

Wenn Sie für sich herausgefunden haben, was Ihr persönliches Wofür ist, dann können Sie auch zielorientiert Veränderungen vorzunehmen. Weitere Tipps finden Sie in meinem Buch:

Work-Life-Balance: So bringen Sie Ihr Leben (wieder) ins Gleichgewicht 

Zusätzliche Informationen zu den Themen Burnout und Work-Life-Balance finden Sie hier:

Die Generation Y und ihre Work-Life-Balance

Burnout

Work-Life-Balance war gestern! Das neue Ziel heißt Work-Life-Integration

 

 

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